Mehr Stabilität im Bestand

Mit MagPhyt und MagPhyt WS

Stress in der Tierhaltung vorbeugen mit MagPhyt

Stress in der Tierhaltung ist nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Er entsteht durch Umweltbedingungen, Haltungsfaktoren oder Managementmaßnahmen, die das biologische Gleichgewicht der Tiere belasten. Die Folgen zeigen sich häufig schrittweise: Die Tiere fressen weniger, ihre Gesundheit wird instabiler, die Leistung sinkt. Auch Veränderungen im Verhalten können darauf hinweisen, dass Tiere Belastungen nicht mehr ausreichend ausgleichen können.

Eine wirksame Stressstrategie setzt deshalb früher an. Sie hilft, Belastungen rechtzeitig zu erkennen, vermeidbare Stressoren zu reduzieren und Tiere gezielt zu unterstützen, bevor deutliche Folgen im Bestand sichtbar werden. Neben Haltung und Management spielt die Ernährung dabei eine wichtige Rolle für bessere Stressbewältigung und mehr Widerstandskraft.

Wenn Hitze, Wechsel und Druck zur Belastung werden

Stress entsteht, wenn Tiere ihr inneres Gleichgewicht nicht mehr zuverlässig stabil halten können. Ein Belastungsfaktor gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung: Hitzestress. Bei hohen Temperaturen fällt es Tieren schwerer, ihre Körpertemperatur zu regulieren. Besonders kritisch wird es, wenn zugleich die Luftfeuchtigkeit steigt. Dann sind natürliche Kühlmechanismen nur noch eingeschränkt wirksam. Bei Geflügel verliert das Hecheln an Effektivität, bei Schweinen die Verdunstungskühlung über die Haut. Ist die Luft bereits mit Feuchtigkeit gesättigt, kann kaum noch Wärme abgegeben werden. Häufige Folgen sind Dehydrierung, ein gestörter Elektrolythaushalt und erhöhter oxidativer Stress. Das Immunsystem wird belastet, die Anfälligkeit für Krankheiten steigt, die Leistung geht zurück. In schweren Fällen kann auch die Mortalität zunehmen. Auch Produktionsphasen mit erhöhtem Anpassungsdruck können Tiere stark belasten. In der Ferkelaufzucht und Vormast steigt zum Beispiel das Risiko für Verhaltensstörungen wie Schwanz- oder Ohrbeißen. Besonders häufig treten solche Probleme bei Temperaturschwankungen, Gruppen- oder Stallwechseln sowie deutlichen Futterumstellungen auf. Läsionen, Nekrosen und Entzündungen zeigen, dass das Tierwohl beeinträchtigt ist. Zugleich können sie erhebliche wirtschaftliche Verluste verursachen.

Die Auslöser unterscheiden sich, die Mechanismen dahinter ähneln sich jedoch: Stress bringt die Physiologie aus dem Gleichgewicht, erhöht die metabolische Belastung und schwächt die Widerstandskraft der Tiere.

Früh unterstützen, stabiler durch kritische Phasen

Gutes Management und passende Haltungsbedingungen bilden die Grundlage jeder Stresskontrolle. Doch sie reichen nicht immer aus, vor allem dann nicht, wenn hohe Temperaturen, sensible Produktionsphasen oder mehrere Belastungsfaktoren gleichzeitig auftreten. In solchen Situationen kann eine gezielte ernährungsphysiologische Unterstützung ansetzen. Sie stabilisiert zentrale Körperfunktionen, dämpft Stressreaktionen und kann zu ruhigerem Verhalten beitragen. Dies ist der Ansatz von MagPhyt. Es unterstützt die Fähigkeit des Tieres, Belastungen besser zu bewältigen. Damit ergänzt es Haltung und Management um einen ernährungsphysiologischen Baustein, der besonders in Phasen mit erhöhtem Stressrisiko relevant wird.

Bausteine einer Stressstrategie

MagPhyt und das wasserlösliche MagPhyt WS kombinieren Magnesium mit weiteren ausgewählten Bestandteilen. Dadurch setzt die Lösung an mehreren Punkten der Stressreaktion an. Magnesium spielt eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel und in der Regulation des Nervensystems. In Stressphasen steigt der Energiebedarf; hoch bioverfügbare Magnesiumquellen helfen, diesen erhöhten Bedarf zu decken. Gleichzeitig unterstützen sie Nerven und Muskulatur dabei, wieder stärker in einen stabilen Zustand zu kommen.

Unter Stress bilden Tiere vermehrt freie Radikale. Diese können Zellen und Gewebe schädigen und die Belastung für den Organismus weiter erhöhen. Die antioxidativen Komponenten in MagPhyt helfen, solche Verbindungen zu neutralisieren und oxidativen Stress zu begrenzen. Eine weitere Ebene liefert die phytogene Komponente. Pflanzliche Inhaltsstoffe können Stressreaktionen modulieren und ruhigeres Verhalten fördern. Ausgewählte Bestandteile, die für ihre beruhigende Wirkung auf das Nervensystem bekannt sind, können Tiere in belastenden Situationen auf natürliche Weise unterstützen.

Versuchsdaten zeigen weniger Verletzungen und bessere Entwicklung

Wie sich dieser Ansatz unter Praxisbedingungen auswirken kann, zeigte ein siebenwöchiger Versuch mit unkupierten Ferkeln. Tiere, die MagPhyt erhielten, zeigten weniger stressbedingte Verletzungen, weniger Ohrläsionen, seltener Teilverluste am Ohr und insgesamt einen besseren Zustand. Auch wenn der Versuch in der Schweinehaltung durchgeführt wurde, sind die zugrunde liegenden Mechanismen nicht auf eine Tiergruppe begrenzt: Stress belastet Stoffwechsel, Immunsystem und Verhalten über Tierarten hinweg.

Der CAUDO-Score, der Läsionen, Entzündungen und Nekrosen an Schwanz und Ohren bewertet, bestätigte diese Beobachtungen. Beide MagPhyt-Gruppen schnitten besser ab als die Kontrollgruppe. Die höhere Dosierung zeigte dabei die konstantesten Ergebnisse. Besonders deutlich waren die Unterschiede in den kritischen Wochen nach dem Absetzen. Auch die Leistungsdaten folgten diesem Muster: Die mit MagPhyt gefütterten Tiere erzielten höhere tägliche Zunahmen und eine bessere Futterverwertung. Das unterstreicht, wie eng Tierwohl und Produktivität miteinander verbunden sind.

Grafik, die die Wirkung von MagPhyt auf Stressparameter bei Tieren zeigt
Grafik, die die Wirkung von MagPhyt auf Stressparameter bei Tieren zeigt

Stressmanagement beginnt vor der Belastung

Mehrere Ferkel stehen in einem Stall, ein Ferkel blickt neugierig nach oben.

Stress wirkt auf mehreren Ebenen: Er belastet Stoffwechsel, Immunsystem und Verhalten und beeinflusst damit auch die Leistung. Gerade in Phasen mit erhöhtem Risiko lohnt es sich, Tiere zu unterstützen, bevor Belastungen deutlich sichtbar werden. Stabile Tiere bleiben widerstandsfähiger, ruhiger und leistungsfähiger. Eine passgenaue Ernährungsstrategie kann hier einen messbaren Beitrag leisten. MagPhyt stärkt die Fähigkeit der Tiere, mit Belastungen besser umzugehen, und hilft, Stressreaktionen zu reduzieren. Damit fügt es sich in ein Stressmanagement ein, das Tierwohl, Bestandsstabilität und Leistung gemeinsam betrachtet.

Stress lässt sich in der Nutztierhaltung nicht vollständig vermeiden. Er lässt sich aber aktiv managen: mit guter Haltung, aufmerksamem Management und gezielter Unterstützung von innen.

Ihr Ansprechpartner

junge Frau, roten gelockten mittellangen Haaren & weiße Dr. Eckel Bluse, lächelt in die Kamera als Porträt

Anne Möddel

Team Lead Technical Sales

 

Nach oben scrollen