Das Geheimnis resilienter Milchkühe

Natürlich stabile Tiere

Phytogene für Immunfunktion und Leistung

Infektionen, Hitzestress und Stoffwechselbelastungen können Immunfunktion, Eutergesundheit und Milchleistung von Milchkühen spürbar beeinträchtigen. Phytogene Futterzusatzstoffe setzen über die Ration an, um Kühe in solchen Phasen ernährungsphysiologisch zu unterstützen. Anta®Sync von Dr. Eckel Animal Nutrition verbindet pflanzliche bioaktive Komponenten, die Prozesse rund um oxidativen Stress, Immunabwehr und Erholung begleiten – als Baustein für mehr Stabilität in belasteten Milchviehherden.

Wenn das System Kuh an Grenzen kommt

In Hochleistungsherden muss der Organismus der Kuh täglich enorme Anpassungsarbeit leisten. Abkalbung, Laktationsstart, Hitzestress, negative Energiebilanz sowie die enge Abfolge von Produktion und Reproduktion fordern Stoffwechsel, Immunsystem und Milchbildung gleichzeitig. Solange dieses Zusammenspiel stabil bleibt, kann die Kuh solche Belastungen abfedern. Gerät es aus dem Gleichgewicht, entstehen Schwachstellen – und damit Ansatzpunkte für Viren, Bakterien und zusätzlichen Umweltstress.

Die Folgen zeigen sich häufig an der Eutergesundheit. Eine der wichtigsten Kennzahlen dafür ist die somatische Zellzahl. Sie wird in der Milch regelmäßig erfasst und dient Molkereien als Maßstab für die Milchqualität. Für den Betrieb ist sie zugleich ein Frühwarnsignal: Steigende Zellzahlen können darauf hinweisen, dass im Euter entzündliche Prozesse ablaufen. Mit der Entzündung verändert sich auch das Milieu im Euter. Mastitiserreger finden leichter Bedingungen vor, unter denen sie sich ansiedeln können. Gleichzeitig wird es für die Kuh schwieriger, solche Erreger über die eigene Abwehr wieder zu kontrollieren. Hohe Zellzahlen und hohe Infektionsraten treten deshalb häufig gemeinsam auf. Beides kostet Milch und kann das Betriebsergebnis spürbar belasten.

Parallel dazu besteht der Anspruch, den Einsatz von Antibiotika weiter zu reduzieren. Umso wichtiger werden Strategien, die früher ansetzen: etwa über die Fütterung. Gefragt sind Ansätze, die das Immunsystem unterstützen, oxidativen Stress begrenzen und Kühe in belastenden Phasen bei der Erholung begleiten.

Wie Virusinfektionen die Eutergesundheit beeinflussen

Dass Mastitiserreger die Zellzahl erhöhen können, ist in der Praxis bekannt. Weniger offensichtlich ist der Einfluss systemischer Virusinfektionen. Sie greifen nicht wie klassische Mastitiserreger direkt im Euter an. Trotzdem können sie die Eutergesundheit deutlich beeinträchtigen, weil sie den gesamten Organismus belasten. Das Blauzungenvirus, kurz BTV, macht diesen Zusammenhang anschaulich. Übertragen wird es durch Gnitzen der Gattung Culicoides. In Teilen Europas ist BTV in den vergangenen Jahren häufiger aufgetreten. Infiziert sich eine Kuh, richtet der Körper seine Abwehr auf das Virus aus. Dafür werden Energie und Stoffwechselressourcen benötigt, die an anderer Stelle fehlen können – bei der Milchbildung ebenso wie bei der lokalen Immunabwehr im Euter.

Für Milchviehbetriebe ist das besonders tückisch, weil ein BTV-Eintrag nicht immer mit starken klinischen Symptomen auffallen muss. Auch wenn Fieber, Entzündungsanzeichen oder Mattigkeit bereits abgeklungen sind, können Stoffwechsel und Immunabwehr noch über Wochen beeinträchtigt bleiben. In dieser Phase steigt häufig die somatische Zellzahl. Opportunistische Erreger wie Staphylococcus aureus können leichter Fuß fassen, wenn die lokale Abwehr geschwächt ist. Normalerweise hält das Immunsystem solche Keime in Schach. Ist die Kuh jedoch durch eine systemische Infektion belastet, verschiebt sich dieses Gleichgewicht. Die Milchleistung sinkt, die Eutergesundheit bleibt instabil, und die Erholung kann länger dauern als die akute Erkrankung selbst.

Von der Behandlung zur stabileren Herde

Damit stellt sich in der Milchviehhaltung eine praktische Frage: Wie lassen sich Kühe so unterstützen, dass sie Belastungen besser abfangen und schneller wieder stabil werden? Der Blick richtet sich dabei nicht nur auf die Behandlung einzelner Erkrankungen. Immer wichtiger wird die Resilienz der Kuh – also ihre Fähigkeit, Infektionen, Hitzebelastung oder Stoffwechselstress zu verkraften, ohne dauerhaft aus der Leistung zu fallen. Ernährung und Fütterungsmanagement sind dabei zentrale Stellschrauben. Phytogene Futterzusatzstoffe können in diesem Konzept ein Baustein sein. Sie werden nicht eingesetzt, um Arzneimittel zu ersetzen. Ihr Ansatz liegt vielmehr darin, den Organismus über die Fütterung zu unterstützen. Im Mittelpunkt stehen Prozesse, die für Immunfunktion, oxidativen Stress und Erholung nach Belastungen relevant sind.

Was phytogene Futterzusatzstoffe sind – und was Anta®Sync leistet

Phytogene Futterzusatzstoffe sind keine Antibiotika, keine Impfstoffe und keine Medikamente. Es handelt sich um ernährungsphysiologische Lösungen auf Basis pflanzlicher Inhaltsstoffe. Anta®Sync von Dr. Eckel Animal Nutrition enthält eine gezielt zusammengestellte Kombination bioaktiver Verbindungen aus Pflanzen und Kräutern. Das Produkt wurde entwickelt, um Kühe in Phasen zu unterstützen, in denen der Organismus gesundheitliche Belastungen bewältigen muss. Dabei geht es nicht um einen einzelnen isolierten Wirkmechanismus. Die pflanzlichen Komponenten setzen an mehreren biologischen Prozessen an, die für Gesundheit, Immunabwehr und Leistung Bedeutung haben. Gerade deshalb sind phytogene Zusatzstoffe für komplexe Belastungssituationen interessant. Nach einem BTV-Ausbruch liegt selten nur ein einziges Problem vor. Häufig kommen mehrere Faktoren zusammen: entzündliche Prozesse im Euter, oxidativer Stress im Gewebe, opportunistische Erreger, eine angespannte Energiebilanz und ein Immunsystem, das noch nicht wieder voll belastbar ist.

Ein Fütterungsansatz, der mehrere dieser Ebenen parallel adressiert, kann die Erholung in solchen Situationen sinnvoll begleiten. Das unterscheidet phytogene Zusatzstoffe von klassischen therapeutischen Maßnahmen. Sie sollen körpereigene Prozesse nicht ersetzen oder unterdrücken, sondern vorhandene biologische Systeme unterstützen und regulierend begleiten. Damit passen sie besonders zu Phasen, in denen die Kuh nicht nur ein akutes Problem überwinden muss, sondern insgesamt wieder Stabilität aufbauen soll.

Zellzahl, Erreger, Milchleistung: Ergebnisse aus der Praxis

Wie dieser Ansatz in der Praxis aussehen kann, zeigte ein aktueller Feldversuch in Milchviehherden nach einem Blauzungen-Ausbruch. Verglichen wurde die Situation einen Monat nach der Infektion mit der Situation nach einem weiteren Monat, in dem Anta®Sync über die Ration ergänzt wurde. Das Versuchsdesign war als Vorher-nachher-Vergleich angelegt. Im Mittelpunkt standen zentrale Kennzahlen der Eutergesundheit und Leistung. Die Veränderungen innerhalb dieses Monats waren deutlich.

Balkendiagramme zeigen niedrigere Euterinfektionsrate und somatische Zellzahl bei Anta®Sync im Vergleich zur Kontrolle

Die somatische Zellzahl ging spürbar zurück. Das spricht dafür, dass die entzündliche Belastung im Euter abnahm und sich das lokale Immunumfeld verbesserte. Auch die gesamte Euterinfektionsrate sank nahezu um die Hälfte. Besonders auffällig war die Entwicklung bei einzelnen Erregern: Staphylococcus aureus wurde nach einem Monat Supplementierung nicht mehr nachgewiesen. Der Erreger zählt zu den problematischsten Mastitiserregern, weil er sich der Immunabwehr entziehen und dauerhaft im Eutergewebe halten kann. Auch Aerococcus viridans ging deutlich zurück – um mehr als 70 Prozent.

Diagramm zeigt eine geringere Mastitis-Erregerbelastung bei Anta®Sync im Vergleich zur Kontrolle

Solche Veränderungen sind für die Praxis relevant. Sie zeigen nicht nur rechnerische Unterschiede, sondern eine messbare Verschiebung im Eutermilieu. Parallel dazu verbesserten sich die Leistungsdaten: Mit der stabileren Eutergesundheit stieg auch die Milchleistung. Wichtig ist die Einordnung: Anta®Sync wurde nicht eingesetzt, um Leistung künstlich anzuschieben. Der Ansatz bestand darin, die Kuh während der Erholung zu unterstützen – den Infektionsdruck zu senken, das Euterumfeld zu stabilisieren und den Weg zurück in eine normale Milchproduktion zu erleichtern.

Resilienz beginnt vor der nächsten Belastung

Phytogene Futterzusatzstoffe kommen häufig erst dann ins Gespräch, wenn in der Herde bereits Probleme sichtbar sind. Der Resilienzgedanke setzt früher an. Betriebe, die phytogene Zusatzstoffe kontinuierlich einsetzen, beobachten tendenziell niedrigere Ausgangswerte bei der somatischen Zellzahl, eine aktivere Immunantwort und bessere antioxidative Reserven. Trifft dann eine neue Belastung auf die Herde – etwa ein BTV-Geschehen, eine bakterielle Infektion oder der Stoffwechselstress der Hochlaktation –, sind die Tiere besser vorbereitet.

Das bedeutet nicht, dass sich jede Erkrankung verhindern lässt. Entscheidend ist vielmehr die Ausgangslage: Kühe mit stabilerer Stoffwechsel- und Immunlage können Belastungen oft besser abfangen, erholen sich schneller und verlieren weniger Leistung. Für Milchviehhalter zählt genau das im Alltag. Es geht nicht nur darum, einzelne Krankheitsereignisse zu behandeln, sondern die Widerstandskraft der Herde insgesamt zu stärken.

Anta®Sync kann dabei ein Baustein in der Fütterungsstrategie sein. Die Kombination pflanzlicher bioaktiver Komponenten zielt darauf ab, Kühe in belastenden Phasen über die Ernährung zu unterstützen – während einer Infektion, in der Erholung danach und beim Aufbau langfristiger Stabilität im Bestand. Wer die Resilienz seiner Herde gezielt unterstützen möchte, sollte Fütterung, Stoffwechsel- und Eutergesundheit gemeinsam betrachten. Anta®Sync kann als phytogener Baustein in die Ration integriert werden – abgestimmt auf die Situation im Betrieb und die Belastungsphasen der Herde.

Ihr Ansprechpartner

junger Mann, Glatze & 3 Tage-Bart, weißes Dr. Eckel Hemd als Porträt

Temitope A. Aloba

Technical Sales Manager

 

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