Anta®Phyt als phytogener Hebel für stabile Qualität und Gesundheit
Der Schlüssel zur zukunftsfähigen Legehennenfütterung
In der Suche nach nachhaltigen Lösungen für die Lebensmittelproduktion rücken alternative Futtermittelzusätze stärker in den Fokus. Für die Herausforderungen einer sich verändernden Welt braucht es angepasste Herangehensweisen in Fütterung und Management. Lesen Sie hier, wie phytogene Futterzusätze wie Anta®Phyt die Darmgesundheit unterstützen, das Immunsystem entlasten, den Pathogendruck im Darmmilieu senken und damit Eiqualität, Stabilität und Alltagstauglichkeit in der Legehennenhaltung absichern können.
Vier Erfolgsdimensionen, die moderne Eiproduktion bestimmen
In der Analyse der gesellschaftlichen Anforderungen an die Lebensmittelproduktion steht nicht allein die Ernährungssicherheit im Vordergrund, sondern ebenso die Qualität und Verlässlichkeit der Produkte. Diese Erwartungen müssen mit umweltbezogenen Zielen wie Nachhaltigkeit und der Reduzierung von Emissionen verknüpft werden. Gleichzeitig müssen wirtschaftliche Ziele berücksichtigt werden, die eine effiziente Futterverwertung (FCR, Verhältnis von Futtereinsatz zu Leistung) und eine stabile Wertschöpfung aus hochwertigen Produkten erfordern. Zukunftsfähige Tierproduktion bewegt sich damit im Spannungsfeld „Gesellschaft – Umwelt – Tierwohl – Wirtschaftlichkeit“. Entscheidend ist, dass diese Dimensionen nicht isoliert betrachtet werden: Schwankungen in Gesundheit und Verhalten wirken sich oft gleichzeitig auf Produktqualität, Arbeitsaufwand und Ressourceneinsatz aus.
Eiproduktion im Alltag: Qualität sichern und Routinen stabil halten
In der Eiproduktion wird die Versorgung der Verbraucher mit tierischem Protein verlangt, und zwar sowohl in ausreichender Menge als auch in guter Qualität. Hochwertige Produkte lassen sich hochpreisiger vermarkten. Im Alltag der Legehennenhaltung sind dafür vor allem stabile und saubere Eier zentral. Schmutzeier sind aus hygienischer Sicht kritisch und erhöhen den Sortier- und Reinigungsaufwand. Gleichzeitig steigen Verluste, wenn mehr Eier verworfen oder als minderwertig eingestuft werden müssen.
Eiqualität ist dabei mehr als ein einzelnes Merkmal. Sie umfasst die äußere Eiqualität, etwa Eischalenstabilität und die Häufigkeit von Risseiern, sowie die innere Eiqualität, die unter Gesundheits- und Stressbelastung ebenfalls leiden kann. Was in der Praxis zählt, ist die Stabilität über die Zeit: Eine gleichmäßige Qualität reduziert Nacharbeit, sorgt für planbarere Abläufe und verringert wirtschaftliche Reibungsverluste.
Tierwohl, Stressphysiologie und Darm-Hirn-Achse: warum Verhalten und Verdauung zusammenhängen
Um Leistung und Qualität zu erreichen, muss das Tierwohl berücksichtigt werden. Nachweislich stehen Verhalten und Leistung von Tieren in engem Zusammenhang, unter anderem über die Darm-Hirn-Achse. Sie beschreibt die wechselseitige Kommunikation zwischen Verdauungssystem und zentralem Nervensystem, die unter Stressbedingungen stärker ins Gewicht fallen kann. Verhaltensauffälligkeiten, etwa Nervosität, depressive Muster oder Aggressivität bis hin zu Kannibalismus, sind nicht nur ein Tierschutzthema. Sie können darauf hindeuten, dass die Stressphysiologie, also die hormonelle und stoffwechselbezogene Stressreaktion des Körpers, dauerhaft gefordert ist. Das wirkt sich häufig auf Futteraufnahme, Verdauungsabläufe und damit auf die Nährstoffversorgung aus.
Wenn es dazu kommt, dass Hennen weniger Federn haben, erhöht dies auch den Erhaltungsbedarf. Die Tiere benötigen mehr Energie für Thermoregulation und Gewebeerneuerung. Diese Energie steht dann nicht mehr in gleichem Umfang für Produktion, Widerstandskraft und stabile Eiqualität zur Verfügung. Zugleich wirken sich Umweltfaktoren auf Leistung, Qualität und Verhalten der Tiere aus, etwa durch Hitzestress. Unter Hitzebelastung sinkt oft die Futteraufnahme, und die Nährstoffaufnahme, also die Verwertung der Nährstoffe aus dem Futter im Verdauungstrakt, kann unter Druck geraten. In der Folge kann die Futterverwertung (FCR) ungünstiger werden, was sowohl ökonomisch als auch im Hinblick auf Ressourceneffizienz relevant ist.
Emissionen, Exportanforderungen und Antibiotikareduktion: warum Alternativen an Bedeutung gewinnen
Maßnahmen zur Reduktion von Emissionen und eine nachhaltige Nutzung des Futters durch optimale Futterverwertung sind nicht nur aus Nachhaltigkeitsgründen von hoher Bedeutung, sondern auch aus ökonomischen. Jede Produktion muss wirtschaftlich sein. Diese Maßnahmen müssen gezielt auf die konkreten Herausforderungen abgestimmt werden, darunter Ernährung, Haltungsbedingungen, Wetterbedingungen, genetische Faktoren und Vorschriften. Ein genauerer Blick auf die Vorschriften zeigt, dass diese Entwicklung für den Export sehr typisch ist. So hat sich etwa der Wert der landwirtschaftlichen Exporte in Brasilien seit 2002 jährlich um rund 10 Prozent gesteigert (USDA, 2022). Gerade Länder mit starkem Exportwachstum müssen besonderen Wert auf den Umgang mit Antibiotika legen, um den Anforderungen ihrer Zielmärkte zu entsprechen.
Dabei geht es nicht nur um rechtliche Vorgaben zum Antibiotikaeinsatz, sondern auch um eine globale Strategie zur Antibiotikareduktion und zur Vermeidung von Antibiotikaresistenzen. Eine antibiotikafreie Lösung ist in der Praxis nicht immer in jedem Betrieb und in jeder Situation realistisch. Umso wichtiger sind Ansätze, die den Gesundheitsstatus stabilisieren und den Bedarf an Interventionen im Alltag reduzieren können. Hier spielen alternative Futtermittelzusätze eine zentrale Rolle, wenn sie dazu beitragen, Belastungsspitzen abzufedern und die Robustheit der Tiere zu unterstützen.
Darmmikrobiota, Darmbarriere und Dysbiose: der ernährungsphysiologische Ansatz hinter phytogenen Zusätzen
Alternative pflanzenbasierte Zusätze werden eingesetzt, um physiologische Funktionen zu unterstützen. Anta®Phyt ist ein phytogener Futterzusatz, der auf einer Mischung hochaktiver pflanzlicher Bioaktivstoffe basiert, also sekundärer Pflanzenstoffe wie Polyphenole und weitere Stoffklassen mit bioaktiven Eigenschaften. Ein Kernziel in der Legehennenhaltung ist eine stabile Darmgesundheit. Die Darmmikrobiota, also die Gesamtheit der Mikroorganismen im Darm, beeinflusst Verdauung, Nährstoffverfügbarkeit und die Immunaktivität im Darm. Kommt es zu einer Dysbiose, also einem Ungleichgewicht dieser mikrobiellen Gemeinschaft, können Verdauungsprozesse weniger effizient ablaufen. Gleichzeitig kann die Darmbarriere, die Schutzschicht der Darmschleimhaut, ihre Filterfunktion schlechter erfüllen. Das kann darauf hindeuten, dass der Organismus stärker mit Entzündungsreizen und Pathogendruck umgehen muss.
Die Verbindung zur Eiqualität ist in der Praxis gut nachvollziehbar: Ein gestörter Darm kann zu mehr Schmutzeiern, schlechterer Knochenqualität, geringerer äußerer und innerer Eiqualität und geringerer Leistung führen. Technisch betrachtet passt dieses Muster zu einer eingeschränkten Nährstoffaufnahme und zu einer weniger stabilen Nährstoffversorgung, weil dem Tier nicht in gleicher Qualität und Konstanz verwertbare Nährstoffe zur Verfügung stehen.
Was der Wirkmechanismus im Stall bedeuten kann
Die Wirksamkeit pflanzenbasierter Zusätze liegt, wie von Ayalew et al. (2022) beschrieben, in der Unterstützung der Darmgesundheit, der Förderung des Immunsystems und der Stabilisierung der Leistungsfähigkeit. In der Praxis lässt sich dieser Ansatz über mehrere zusammenhängende Wirkpfade einordnen:
- Verdauung unterstützen und Verdaulichkeit fördern: Verdaulichkeit beschreibt, wie gut Nährstoffe aus dem Futter freigesetzt und nutzbar gemacht werden. Das kann die Nährstoffversorgung stabilisieren, besonders in Phasen mit Stress oder schwankender Futteraufnahme.
- Darmbarriere stabilisieren: Eine stabilere Darmbarriere ist konsistent mit einer besseren Kontrolle von Belastungen im Darm und kann den Druck auf das Immunsystem verringern.
- Pathogendruck reduzieren und Immunsystem unterstützen: Eine Entlastung des darmassoziierten Immunsystems kann dazu beitragen, dass Energie und Nährstoffe weniger in Abwehrprozesse umgelenkt werden.
- Alltagsindikatoren verbessern: In der Praxis achten Betriebe häufig auf Entwicklungen bei Schmutzeiern, Risseiern, Eischalenstabilität, Einstreuzustand sowie auf Verhaltensauffälligkeiten. Solche Indikatoren sind keine Diagnose, können aber Hinweise geben, ob Verdauungsstabilität und Belastungsniveau im Bestand in eine ungünstige Richtung laufen.
Wichtig ist eine vorsichtige Einordnung: Wenn sich Eiqualität stabilisiert und weniger Eier Qualitätsmängel zeigen, kann das Arbeitsaufwand und Verluste reduzieren. Wenn die Futterverwertung (FCR) stabiler wird, spricht das für eine effizientere Nährstoffnutzung. Wie stark sich das in einem Betrieb zeigt, hängt von Rationsgestaltung, Management, Haltungsbedingungen, Wetter und dem Ausgangsniveau der Herde ab.
Stabilität als gemeinsamer Nenner für Qualität, Tierwohl und Wirtschaftlichkeit
Was also ist zu tun? Ein stabiler Verdauungsapparat ist ein zentraler Hebel, weil er Nährstoffaufnahme, Immunsystem, Verhalten und Widerstandskraft miteinander verknüpft. Alternative Futtermittelzusätze wie Anta®Phyt können hier als ernährungsphysiologischer Baustein genutzt werden, um die Darmmikrobiota zu stabilisieren, Dysbiose-Risiken abzufedern und die Darmbarriere zu unterstützen. Die Wirksamkeit zeigt sich in diesem Zusammenhang vor allem dort, wo Belastungen im Alltag auftreten.
Phytogene Zusätze wie Anta®Phyt geben uns die Möglichkeit, die Menge an Antibiotika in der Tierproduktion zu reduzieren, die Effekte der eingesetzten Medikamente zu verstärken und die Gefahr von Resistenzen zu mindern. Sie eröffnen uns damit einen entscheidenden Weg, um die vielfältigen Herausforderungen der Lebensmittelproduktion erfolgreich zu bewältigen.