Im Mittelpunkt des 11. Bauerntages der Erzeugergemeinschaften der VzF GmbH und des Niedersächsischen Kompetenzzentrums Ernährungswirtschaft (NieKE) standen die Absatzchancen für deutsche Fleischprodukte.
Begrüßt wurden die Gäste vom Vorsitzenden des Aufsichtsrates der VzF GmbH Eckehard Koch. Durch das Programm führte der Geschäftsführer der VzF GmbH Dr. Conrad Welp.
Erste Referentin des Tages war Astrid Grotelüschen, die neue Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung. Sie stellte heraus, dass Niedersachsen „sehr gut aufgestellt“ sei. Als „Land der Lebensmittel“ spiele Niedersachen in der ersten Liga. Diese Führungsposition im Vergleich der Bundesländer müsse über den Bund bis nach Brüssel getragen werden. Durch die Leistungen der Landwirtschaft im Land profitieren auch die vor- und nachgelagerten Bereiche, der Futtermittelindustrie, Unternehmen der Stall- und Agrartechnik sowie Schlacht- und Vermarktungsunternehmen.
Zweiter Referent des Tages war der Geschäftsführer der AgriKom GmbH in Bonn, Helmut Brachtendorf. Nach dem Ausfall der CMA will die AgriKom GmbH die Pressearbeit für das Produkt Fleisch übernehmen. Negativschlagzeilen haben in den vergangenen Monaten den Bild des Fleisches in den Medien geprägt. Deshalb sollen positive Bereiche stärker herausgearbeitet und Vorbehalte abgebaut werden. Viele Journalisten wollen informiert werden, so Brachtendorf. Daneben sei die AgriKom GmbH angetreten, auch Multiplikatoren wie z. B. Lehrer oder Ärzte umfassend zu informieren.
Steffen Reiter, Geschäftsführer der German Meat GmbH informierte zum Abschluss über die Marktentwicklungen in Osteuropa. Mit 406 Mio Verbrauchern erschließt sich dort ein enormes Marktpotential für Deutsches Schweinefleisch. Bei einem Selbstversorgungsgrad von ca. 130 % gewinnt der Exportmarkt an Bedeutung. Jedem einzelnen Landwirt müsse klar sein, dass bei Skandalen oder z.B. Seuchengeschehen, die Exportchancen einer ganzen Branche auf dem Spiel stehen.
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