Bild 1. Produktionsfehler beim Silobefüllen
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Qualitativ hochwertige Silagen erzeugenGrundlagen
Gesundes Raufutter ist die Basis für gutes Futter. Wenige Tage während der Ernte entscheiden über die Futtergrundlage eines ganzen Jahres. Gute Grundfutterqualität heißt: Siloqualität beginnt an der OberflächeDirekt unterhalb der Silofolie und speziell in den Randbereichen des Silos, treten Schimmelbildung und Nacherwärmung vermehrt auf. Die Anteile von sog. Silageverlusten sind nicht zu unterschätzen und liegen oft im zweistelligen Prozentbereich. Diese Verluste lassen sich leicht reduzieren und somit die Qualität nachhaltig verbessern.
Bild 1. Produktionsfehler beim Silobefüllen
Bild 1 zeigt anschaulich, an welchen Punkten die praktischen Fehler zu finden sind:
Aus den vorgenannten Punkten geht hervor, dass die Auswahl der Walztechnik enorm wichtig ist. Die Qualität der Verdichtung muss sich der gestiegenen Leistung der Erntekette anpassen. Ein längeres Walzen am Ende des Befüllvorgangs kann Fehler in den unteren Schichten des Silos jedoch nicht mehr ausgleichen. Allein durch die obengenannten Maßnahmen lassen sich Verluste häufig um bis zu 50 % reduzieren. Durch spezielle Silofolien, die eine besonders geringe Sauerstoffdurchlässigkeit haben, können die Verluste weiter gesenkt werden. Jedoch helfen sie nur, wenn speziell der Randabdeckung des Silos eine große Sorgfalt beigemessen wird.
Bild 2: Korrekt befülltes, verdichtetes und abgedecktes Silo Der Nutzen von Siliermittel
Im Durchschnitt ist ein Drittel der Silagen gut bis sehr gut, ein Drittel verbesserungswürdig und einem weiteren Drittel ist die Qualität völlig unbefriedigend. Für die verbesserungswürdigen bis sehr guten Silagen wurde in den letzten Jahren intensive nationale und internationale Forschungsarbeiten in Kooperation mit unserem Partner LALLEMAND S.A.S. auf dem Gebiet der Siliermittel getätigt, um deren Einsatz effizient und nachhaltig für den Landwirt, aber auch den Milchkonsumenten zu gestalten. Wann setzen wir homo- oder heterofermentative Bakterien ein?
Homofermentative Bakterien (= Milchsäurebakterien, die nur Milchsäure als Endprodukt bilden) eignen sich besonders für Siliergut mit einem mittleren Gehalt an leicht löslichen Kohlenhydraten. Sie unterstützen die pflanzenbürtigen Milchsäurebakterien und verschieben das Verhältnis in Richtung „positiver“ Keime. Eine reine Milchsäuregärung führt zu einer schnellen pH-Absenkung. Einsetzender Proteinabbau wird unterbunden und unerwünschte Mikroorganismen, wie z. B. Clostridien gehemmt. Enzyme wie Zellulasen und Hemizellulasen können helfen, Zellwände aufzuschließen. Dadurch stehen den Milchsäurebakterien weitere Kohlenhydrate für die Milchsäurebildung zur Verfügung. Für schwer vergärbares Siliergut, wie z. B. Leguminosen, aber auch bei trockenen oder proteinreichen Grassilagen wird deshalb Lalsil dry empfohlen. In diesem Produkt sind homo- und heterofermentative MS-Bakterien sowie Enzyme kombiniert. Lalsil verbessert die Maissilage!
Untersuchungen zeigen, dass heterofermentative Milchsäurebakterien in der Praxis mit reiner Popionsäure konkurrieren können und die mit ihnen hergestellten Silagen eine sehr gute aerobe Stabilität besitzen. In einer Untersuchung an der Hochschule in Gent wurden 2005 verschiedene biologische Siliermittel sowie Propionsäure miteinander verglichen. Im Vergleich mit der unbehandelten Kontrolle waren alle Maissilagen unter Verwendung von biologischen Siliermitteln von mikrobiologisch besserer Qualität als die Kontrollsilagen. Lalsil fresh schnitt im Vergleich am besten ab, was nicht zuletzt auf seine hohe Keimdichte zurückzuführen ist. Tab. 1: Einfluss verschiedener Siliermittel auf den Gehalt an Schimmelsporen, Hefen und verschiedene Gärparameter
Abschließend lässt sich folgendes Fazit ziehen: |
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