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Qualitativ hochwertige Silagen erzeugen

Grundlagen

Gesundes Raufutter ist die Basis für gutes Futter. Wenige Tage während der Ernte entscheiden über die Futtergrundlage eines ganzen Jahres. Gute Grundfutterqualität heißt:

- hohe Futteraufnahme
- gutes Nährstoffprofil
- hohe Sicherheit bei der Rationsplanung
- gesundes Futter

Gute Grundfutterqualität ist auch mitentscheidend für gesunde Lebensmittel (Milch und Fleisch). Der Eintrag von negativen Vektoren in die Nahrungskette muss vermieden werden. Dies steht im Einklang mit den Forderung de EU-Kommission „From the farm to the fork“.
Die Dr. Eckel GmbH hat sich deshalb zur Aufgabe gesetzt, über wesentliche Aspekte der Silagebereitung aufzuklären, die über die Grundlagen der guten fachlichen Praxis hinausgehen. Gleichzeitig sollen Lösungsansätze aufgezeigt werden um Verluste zu minimieren. Darüber hinausgehende Fragen beantworten wir Ihnen gerne telefonisch oder unter info at dr-eckel.de.

Siloqualität beginnt an der Oberfläche

Direkt unterhalb der Silofolie und speziell in den Randbereichen des Silos, treten Schimmelbildung und Nacherwärmung vermehrt auf. Die Anteile von sog. Silageverlusten sind nicht zu unterschätzen und liegen oft im zweistelligen Prozentbereich. Diese Verluste lassen sich leicht reduzieren und somit die Qualität nachhaltig verbessern.

Bild 1. Produktionsfehler beim Silobefüllen

Bild 1 zeigt anschaulich, an welchen Punkten die praktischen Fehler zu finden sind:
 
1. Zu geringe Verdichtung
2. Überfüllung des Silos
3. Ungenügender Sauerstoffabschluss

Übrigens, bei dieser Silage hätten auch keine Siliermittel geholfen.

Neben hohen Verlusten zeigte Whitlock et al., 2000, dass der Praktiker durch die Verfütterung verdorbener Silage

- die Futteraufnahme reduziert,
- die Verdaulichkeit des Proteins verringert sowie
- die Rohfaserverdaulichkeit drastisch senkt.

Diese Punkte treten bereits bei 5,4 % Verlusten auf, was als durchaus praxisüblich bezeichnet werden kann.

Das oberste Ziel bei der Silagebereitung muss daher lauten: Vermeidung von Oberflächenschimmel.

Wie lässt sich in der Praxis eine höhere Verdichtung und somit eine deutliche Reduzierung der Schimmelbildung erreichen?

Hier einige Lösungsmöglichkeiten:

Lösungen

Praktische Umsetzung

Reduzieren der Anlieferungsmenge von Siliergut

möglich, aber praktisch nicht durchsetzbar

Gewicht des Walzschleppers erhöhen

immer möglich

Zahl der Walzschlepper erhöhen

gewöhnlich möglich

Dicke der Siliergutschichten verringern

nicht immer möglich

Längeres Verdichten zum Ende der Befüllung

Verschwendung von Zeit und Diesel

Aus den vorgenannten Punkten geht hervor, dass die Auswahl der Walztechnik enorm wichtig ist. Die Qualität der Verdichtung muss sich der gestiegenen Leistung der Erntekette anpassen. Ein längeres Walzen am Ende des Befüllvorgangs kann Fehler in den unteren Schichten des Silos jedoch nicht mehr ausgleichen. Allein durch die obengenannten Maßnahmen lassen sich Verluste häufig um bis zu 50 % reduzieren. Durch spezielle Silofolien, die eine besonders geringe Sauerstoffdurchlässigkeit haben, können die Verluste weiter gesenkt werden. Jedoch helfen sie nur, wenn speziell der Randabdeckung des Silos eine große Sorgfalt beigemessen wird.

Bild 2: Korrekt befülltes, verdichtetes und abgedecktes Silo

Der Nutzen von Siliermittel

Im Durchschnitt ist ein Drittel der Silagen gut bis sehr gut, ein Drittel verbesserungswürdig und einem weiteren Drittel ist die Qualität völlig unbefriedigend. Für die verbesserungswürdigen bis sehr guten Silagen wurde in den letzten Jahren intensive nationale und internationale Forschungsarbeiten in Kooperation mit unserem Partner LALLEMAND S.A.S. auf dem Gebiet der Siliermittel getätigt, um deren Einsatz effizient und nachhaltig für den Landwirt, aber auch den Milchkonsumenten zu gestalten.

Ergebnis dieser Forschungstätigkeiten spiegeln sich in den spezifischen Produkten AntaSilLA, Lalsil dry und Lalsil fresh wieder. Es handelt sich hierbei um biologische Siliermittel mit unterschiedlichen Wirkrichtungen. In Abhängigkeit von Substrat und Erntebedingungen helfen sie, hochwertige und schmackhafte Silagen für Ihre Tiere herzustellen und gute Silage zu verbessern.

Beim Einsatz von Siliermitteln stellt sich grundsätzlich die Frage, welcher Typ im Einzelfall eingesetzt werden muss. Für die Verwendung biologischer Siliermittel können als Auswahlkriterien der Bakterientyp (homo- oder heterofermentativ), das Substrat (z.B. Gras oder Mais), der Verwendungszweck (Fütterung oder Biogas) sowie den einzelbetrieblichen Herausforderungen (Problem u.a. Gärverluste oder/und aerobe Stabilität) herangezogen werden. Nachfolgenden soll nur kurz die Auswahl für den Bakterientyp und das Substrat angesprochen werden.

Wann setzen wir homo- oder heterofermentative Bakterien ein?

Homofermentative Bakterien (= Milchsäurebakterien, die nur Milchsäure als Endprodukt bilden) eignen sich besonders für Siliergut mit einem mittleren Gehalt an leicht löslichen Kohlenhydraten. Sie unterstützen die pflanzenbürtigen Milchsäurebakterien und verschieben das Verhältnis in Richtung „positiver“ Keime. Eine reine Milchsäuregärung führt zu einer schnellen pH-Absenkung. Einsetzender Proteinabbau wird unterbunden und unerwünschte Mikroorganismen, wie z. B. Clostridien gehemmt. Enzyme wie Zellulasen und Hemizellulasen können helfen, Zellwände aufzuschließen. Dadurch stehen den Milchsäurebakterien weitere Kohlenhydrate für die Milchsäurebildung zur Verfügung. Für schwer vergärbares Siliergut, wie z. B. Leguminosen, aber auch bei trockenen oder proteinreichen Grassilagen wird deshalb Lalsil dry empfohlen. In diesem Produkt sind homo- und heterofermentative MS-Bakterien sowie Enzyme kombiniert.

Heterofermentative MS-Bakterien (L. buchneri) bilden neben Milchsäure auch Essig- und Propionsäure, die zur Verbesserung der aeroben Stabilität von Silagen beitragen. Dies wirkt sich wiederum positiv auf die Stabilität, der aus ihnen hergestellten Mischrationen aus. Beim Einsatz von heterofermentativen MS-Bakterien ist zu beachten, dass der Silostock mind. 6 Wochen geschlossen bleibt. Ist eine frühere Verwendung der Silage abzusehen, sollte eine kleine Menge unbehandelten Siliergutes separat vorgehalten werden.

Lalsil verbessert die Maissilage!

Untersuchungen zeigen, dass heterofermentative Milchsäurebakterien in der Praxis mit reiner Popionsäure konkurrieren können und die mit ihnen hergestellten Silagen eine sehr gute aerobe Stabilität besitzen. In einer Untersuchung an der Hochschule in Gent wurden 2005 verschiedene biologische Siliermittel sowie Propionsäure miteinander verglichen. Im Vergleich mit der unbehandelten Kontrolle waren alle Maissilagen unter Verwendung von biologischen Siliermitteln von mikrobiologisch besserer Qualität als die Kontrollsilagen. Lalsil fresh schnitt im Vergleich am besten ab, was nicht zuletzt auf seine hohe Keimdichte zurückzuführen ist.

 
Zoom (236KB)

Tab. 1: Einfluss verschiedener Siliermittel auf den Gehalt an Schimmelsporen, Hefen und verschiedene Gärparameter

Abschließend lässt sich folgendes Fazit ziehen:

Gute Silagen werden durch den Einsatz von Siliermitteln verbessert, aber
 
- aus schlechten Silagen können keine guten gemacht werden
- durch Siliermittel ausgeglichen werden
- Technikfehler in der Erntekette können durch Siliermittel nicht kompensiert werden.

Weitere Informationen können Sie unserem Produktflyer entnehmen oder rufen Sie uns an. Wir freuen uns auf Ihren Kontakt.

Weitere Infos 1
Weitere Infos 2

Dr. Eckel GmbH
Tel. 02636 / 979-0
info at dr-eckel.de



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