Das Zeitfenster der Getreideernte ist in der Regel sehr eng. Daher kommt es in der Praxis häufig vor, dass Getreide feucht ins Lager eingefahren werden muss. Dann gilt es, geerntetes Futter vor mikrobiellem Verderb zu schützen. Mikrobieller Verderb bedeutet letztendlich nichts anderes als den Verlust von Nährstoffen und damit somit große ökonomische Einbußen.
Die Wirksamkeit verschiedener Konservierungsmittel kann mit Hilfe eines CO2- Tests in-vitro ermittelt werden. Dabei wird das durch mikrobiellen Verderb gebildete CO2 gemessen. Je höher die ermittelte CO2- Menge, desto höher ist die Belastung des Getreides.
In einem Versuch wurden Mould Control LP2 NC und ein Wettbewerbsprodukt hinsichtlich ihrer Eignung als Konservierungsmittel miteinander verglichen. Dazu wurde Getreide mit beiden Konservierungsmitteln versetzt um daran anschließend die Veränderung der CO2- Konzentration zu untersucht.
Bei den eingesetzten Konservierungsmitteln handelte es sich um:
1. Mould Control LP2 NC
Inhaltsstoffe: 75,0 % Propionsäure, Ammoniak (77 % aktive Substanz)
pH-Wert (1%ige Lösung): 4,5 – 5,5
2. Wettbewerbsprodukt
Inhaltsstoffe: 65, 0% Propionsäure mit Sorbin- und Benzoesäure
pH-Wert: 5,3 – 5,7
Insgesamt wurden drei Gruppen mit je drei Wiederholungen angelegt: eine Negativkontrollgruppe, eine Gruppe mit Mould Control LP2 NC (0,75 %) und eine Gruppe mit einem Wettbewerbsprodukt (0,75 %). Jede Einzelprobe von ca. 370 g wurde in eine Kunststoffdose gegeben und fest verschlossen.
Die CO2- Konzentration wurde täglich mit Hilfe einer speziellen Messsonde ermittelt:
Abb. 1: CO2- Bildung in Abhängigkeit vom Konservierungsmittel
Abb. 1 zeigt die Messergebnisse. Sowohl bei der Kontrollgruppe (kein Konservierungsmittelzusatz) als auch bei Verwendung des Wettbewerbsproduktes konnte bereits einem Tag nach Versuchsbeginn ein schneller Anstieg der CO2- Konzentration bis auf ca. 5,5 % festgestellt werden.
Anders bei der Versuchsgruppe Mould Control LP2 NC: Hier kam es zwar ebenfalls zu einem leichten Anstieg der CO2- Konzentration unmittelbar nach Versuchsbeginn (1 %), am 2. Beobachtungstag wurden jedoch nur noch 0,5 % CO2 gemessen. Weiterhin herrschte im Verlauf der gesamten Beobachtungsperiode eine stets niedrige CO2- Konzentration in dieser Gruppe vor.
Der stärkste Anstieg der CO2- Konzentration wurde bei der Wettbewerbsgruppe festgestellt. Am 8. Beobachtungstag lag die Konzentration bereits über 10 %.
Obwohl entsprechend der Herstellerempfehlung bei beiden Versuchsgruppen die gleichen Dosierungen des Konservierungsmittels verwendet wurden, konnte lediglich mit Mould Control LP2 NC mikrobieller Verderb und damit ein Anstieg der CO2- Konzentration verhindert werden.